Vitalzeichen: Übersicht

Atmung Das Atmen Atemformen
Atemgeräusche Atemgeruch Husten
Hustenarten Hustengeräusche Sputum

 

 

3. AEDL  Vitale Funktionen des Lebens aufrecht erhalten

Blutdruck und Puls bei den ATL´s nicht extra erfasst

7.  ATL Atmen

6.   ATL Körpertemperatur regulieren 

 

Einflussfaktoren auf die Vitalen Funktionen:

 

 

 

Vitalzeichen zeigen die Lebendigkeit eines Lebewesens an. Vitalzeichen leiten sich von dem lateinischen Wort vitalis = zum Leben gehörend ab. Das Fehlen eines Vitalzeichens bedeutet nicht zwangweise den Tod des Individuums. Zu den Vitalzeichen gehören außer Atmung, Kreislauf, Temperatur auch das Bewusstsein im Sinne des Wachseins dazu.

Eine Vitalzeichenkontrolle ist die Überprüfung lebenswichtiger Körperfunktionen, die Vitalfunktionen. Die festgestellten Messwerte wie Blutdruck, Puls etc bezeichnet man als Vitalwerte.

 

 

Atmung

Atmen ist lebenswichtig. Der Organismus wird mit Sauerstoff versorgt und Kohlendioxid entsorgt. Damit werden alle lebenswichtigen Funktionen aufrechterhalten. In besonderem Zusammenhang stehen zur Sauerstoffversorgung Atmung und Herz-, Kreislauftätigkeit. Bei einer gesteigerten Herzaktivität beschleunigt gleichzeitig die Atmung, um den erhöhten Sauerstoffbedarf erfüllen zu können.

 

Einflussfaktoren auf die Atmung:

 

Das Atmen

Im alltäglichen Sprachgebrauch wird der Zusammenhang zwischen Atmung und Gefühlsleben deutlich:

 Frei atmen
 Atemberaubend schön
 Ruhig bleiben und durchatmen!
 Halt doch mal die Luft an!
 Das raubt mir die Luft zum atmen!

 

Einfluss der Atmung auf das allgemeine Wohlbefinden:

 Atemübungen
 Atemtraining
 Autogenes Training
 Yoga
 Entspannungsübungen

(Die Atmung wird bewusst beobachtet und eingesetzt)

 

Bewusstes Atmen:

 Abbau von Stressreaktionen
 Leistungssteigernd
 Erhöhung der Konzentration

(Brustatmung für Aktivität, Bauchatmung zur Entspannung).

 

Störungen der Atmung:

 Lösen Gefühle wie Angst und Beklemmung aus.
 Atemnot wird als existentielle Bedrohung empfunden

 

Atemfrequenz:

Ruheatmung erwachsener Mensch: 16 - 20 Atemzüge pro Minute

 

Atemformen

Eupnoe (normale Atmung)

  • Rhythmisch, gleichmäßig tief, ruhig, geräuschlos (Verhältnis 1:4 zum Puls)

Schonatmung

  • Oberflächlich, beschleunigt (z.B. Pleuritis, Rippenverletzung)

Kussmaulsche Atmung

  • Langsam, vertieft (z.B. Intoxikationen, diabetisches Koma)

Cheyne-Stokes-Atmung

  • An-, abschwellend mit langen Pausen (z.B. Urämie, Apoplexie, Herzerkrankungen)

Biotatmung

  • Kräftig, tief, stoßweise Atmung, lange Pausen, Atemzentrum kein CO2-reiz. (z.B. Hirnschädigung)

Schnappatmung

  • Einzeln, kurz, unregelmäßig, schnappend (Schädigung Atemzentrum,  Frühgeburten, kurz vor Tod)

Nasenflügelatmung

  • Bei Inspiration weitgestellt, um möglichst viel Luft aufnehmen zu können. (z.B. Atemnotzustände, bakterielle Pneumonien, extrem Säuglinge)

Dyspnoe (Atemnot)

  • Schwere Atmung, Gefühl, nicht genug Luft zu bekommen (Leitsymptom von Erkrankungen des Atmungssystems)

 

Schweregrade

  1. Grad: Atemnot bei großen körperlichen Anstrengungen
  2. Grad: Atemnot schon bei geringer körperlicher Anstrengung
  3. Grad: Atemnot bei geringen körperlichen Anstrengungen
  4. Grad: Atemnot auch in Ruhe (Ruhedyspnoe)


Betroffene mit schwerer Dyspnoe sitzen mit aufgerissenen Augen und Gesichtsausdruck voller Todesangst im Bett und ringen nach Luft.

 

Apnoe (Atemstillstand)

  • Bewusstlosigkeit
  • Pupillen beidseits erweitert
  • Haut zyanotisch
  • Haut fahl-blass
  • keine Bewegung des Brustkorbs, aus Nase oder Mund (Spiegel)


Primäre Apnoe = nach 3 - 5 Minuten Herzstillstand
Sekundäre Apnoe = 1 - 2 Minuten zuvor Herzstillstand

 

Atemgeräusche

  Stridor (pfeifendes, langgezogenes Atemgeräusch)

Verengung oder Verlegung der Atemwege

  Rasselgeräusche

Trockene Rasselgeräusche (Brummen): z.B. Asthma, chronische Bronchitis
Feuchte Rasselgeräusche: z.B. Lungenödem

  Singultus (Schluckauf)

Plötzliche unwillkürliche Kontraktion des Zwechfells bei gleichzeitigem Verschluss der Stimmritze

  Schnarchen

Durch Flattern des erschlafften Gaumensegels und / oder durch Zurücksinken der Zunge. Folgen: Sauerstoffunterversorgung, Hypertonie (Bluthochdruck), Schlafapnoe, Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche, ständige Müdigkeit, Sekundenschlaf am Tag

 

Atemgeruch

  Übler Mundgeruch: mangelnde Mund-, Zahnhygiene, Erkrankungen Mundhöhle

  Ammoniakgeruch: Beeinträchtigungen der Leber, Blutungen Speiseröhre

  Eitergeruch: bakterielle Infektionen (Mandelentzündung, eitrige Bronchitis)

  Fäulnisgeruch: weist auf Zerfallprozess in den Atemwegen (Bronchialkarzinom)

  Azetongeruch: Koma, tagelanger Hungerzustand

  Uringeruch: Endstadium bei Nierenversagen

 

Husten

  • Physiologischer Abwehrmechanismus
  • Plötzliches Ausstoßen von Atemluft durch den Mund
  • Schutzreflex: willkürlich oder reflexartig (auch Räuspern, Hüsteln)

Hustenreflex ist ein Schutzreflex. Entfernung von Bronchialsekreten (Sputum), Fremdkörpern und schädlichen Gasen oder Partikeln.

 

Beobachtung

  • Häufigkeit
  • Dauer
  • Auswurf (Sputum) - Menge, Farbe, Konsistenz, Beimengungen
  • Begleitsymptome wie Schmerzen
  • Atemnot


Hustenarten

   Trockener Husten (ohne Sekretentleerung)

Reizgase, Kehlkopferkrankungen, Rippenfellentzündung, Fremdkörper, Beginn Bronchitis, akute Linksherzinsuffizienz, Ca, Keuchhusten

   Produktiver Husten (mit Sekretentleerung)

Absonderungen der Atemschleimhäute, Zellen, Staub, etc

   Akuter Husten

Z.B. bei Aspiration, akuter Bronchitis oder Lungenentzündung

   Chronischer Husten

Z.B. Raucherhusten, TBC oder Bronchialkarzinom

 

Hustengeräusche

  • Circa 50 stakkatoartige Hustenstöße: Keuchhusten
  • Bitonal (metallisch, pfeifend, krächzend): Kompression der Bronchien, Aspiration
  • Kupiert (abgeschnitten): Schmerzvermeidung (Erkrankungen Bauch-, Brustraum)
  • Aphonisch (klanglos, heiser): Erkrankungen der Stimmbänder, Nervenlähmung
  • Bellend, rauh, kratzig: Krupp (entzündliche Kehlkopfenge), Pseudokrupp, Diphterie

 

Sputum

  • Schleimig, durchscheinend, fadenziehend: leichte Infektionen
  • Zäh, schleimig: Keuchhusten
  • Zäh, fadenziehend, glasig: Asthma bronchiale
  • Eitrig, gelblich oder grünlich: Entzündungen Trachea, Bronchien, Lunge
  • Schleimig-eitrig, reichlich: Bronchiektasen (Erweiterung von Bronchien)
  • Dünnflüssig, schaumig, hellrot: Lungenödem
  • Blutig: Geschwüre, Ca, Lungenerkrankung, Fremdkörperaspiration
  • Rostbraun: Lungenerkrankung
  • Fader-süßlicher Geruch: z.B. bakterielle Zersetzungsprozesse
  • Eitergeruch, übelriechend: Zersetzungsprozesse Lungengewebe

 

Ach ja .......:

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